Geschichtliches zum TheO'door

Vorgeschichte:

Rasmus Bertram, Pfarrer der St. Ulrici Gemeinde baut in der Nachwendezeit von 1991 – 1996 eine junge Gemeinde auf. Diese trifft sich immer freitags zum Jugendkreis im Gemeindehaus. Zweimal jährlich finden Freizeiten statt (Sommerfreizeit und Silvesterrüste), Highlights, die die Generationen miteinander verbinden. 1995 entsteht der Wunsch nach größeren und eigenen Räumen. Es wird angefangen den ehemaligen evangelischen Kindergarten hinter dem Gemeindehaus auszubauen. Schnell wird klar, dass auch diese Räume nicht ausreichen werden. 1996/1997 wird begonnen hinter dem Kindergarten auf einer Obstwiese das heutige TheO’door zu planen. Zunächst als 6-eckiger Pavillon konzipiert, wird sehr bald das heutige Gebäude daraus. Ein Großteil der Jugendlichen wird an Planung und Ausführung beteiligt. Es werden Kabel verlegt, Gipskartonplatten eingebaut, Malerarbeiten und sonstiger Innenausbau mit Hilfe der Jugendlichen durchgeführt. Die Bar wird mit Unterstützung von Eltern geplant und gebaut.

„Gerade Samstags“ wird von der St. Ulrici Gemeinde aus der Taufe gehoben und findet immer an geraden Samstagen (noch) im Saal des Gemeindehauses statt. Unter der Beteiligung einiger Jugendlicher wächst der Gottesdienst schnell.

Am 31. Oktober 1997 wird das evangelische Jugend- und Kulturzentrum TheO’door eröffnet. Es entsteht ein Leitungskreis, in dem ein fester Stamm von Jugendlichen wichtige Themen für das TheO’door bespricht. Ein Jugendhauskreis (dienstags) widmet sich der Bibelarbeit. Der Jugendkreis trifft sich nach wie vor regelmäßig freitags im TheO’door und füllt fast den gesamten Saal. Aus dem Gemeindehaus zieht der „Gerade Samstags“ Gottesdienst ins TheO’door um.

Sept. 1998 wird der erste feste Mitarbeiter eingestellt. Sven Schneider (Diakon aus Mettmann) erhält eine 70% Anstellung im TheO’door und baut mit weiteren 10% von der Gemeinde St. Ulrici die Kinderarbeit beim „Gerade Samstags“ Gottesdienst auf. Im März 2000 wechselt Sven die Stelle und kehrt ins Ruhrgebiet zurück.

Projekte und Anschaffungen unter der Leitung von Rasmus Bertram und Sven Schneider: Thementage, Kino angeschafft, Treppengedanken, TheO’news, Abriss der „Kifferkate“ und Bau des Volleyballfeldes, Sitzstangen, Raumteiler, Zivi Jens Schwebbach baut einen Teil des Dachbodens zum Fotolabor aus, Aktionpainting, Stadtrallye, Jugendkulturtage (Kooperation mit Kreis, Stadt, & KKJR), Asyltag – das TheO’door als exterritoriale Zone, Die „Kletten“, Konflikte mit rechten Gruppierungen

Mai 2000 muss Rasmus Bertram aus persönlichen Gründen sein Amt abgeben und verlässt die Gemeinde. Für viele ist sein Weggang sehr schmerzlich und stellt eine Zäsur im Gemeindeleben dar. Zur gleichen Zeit tritt Friedhelm Wende (CVJM) die Nachfolge von Sven Schneider an. Für ihn wird es als Berufseinsteiger schwer nach dem Weggang zweier charismatischer und gestandener Persönlichkeiten und der Unsicherheit in Gemeinde und Jugend die Lücke zu füllen. Gleichzeitig vollzieht sich im TheO’door ein Generationswechsel. Die Rolle des Mentors und Moderators in Konfliktsituationen übernimmt zunächst Norbert Held vom CVJM Landesverband Sachsen-Anhalt. Nach knapp zwei Jahren wechselt Friedhelm Wende zum CVJM Landesverband nach Magdeburg. Aufgrund der Umstände ist die Liste des Erreichten bei Herrn Wende nicht so lang, aber er hat es geschafft, das Haus über eine schwere Zeit zu bringen. Er hat die Fischjugend aus der Taufe gehoben. Auseinandersetzungen mit rechten Gruppierungen haben ihm nicht nur einmal Schwierigkeiten gemacht. Handgreiflichkeiten wurden häufiger.

2003 tritt Alexander Rifert (Diakon) die Nachfolge von Friedhelm Wende an und es gelingt ihm wieder, eine feste Gruppe an Jugendlichen für die Arbeit im TheO’door zu begeistern. Eine Zukunftswerkstatt (2007) in der Heimvolkshochschule Alterrode bringt vorrübergehend mehr Verbindlichkeit in die Zusammenarbeit zwischen Jugend und Leiter. Mit dieser Zukunftswerkstatt entsteht auch wieder der Leitungskreis nach festen Regeln. Leider gelingt es nicht, diese Form beizubehalten.

Okt. 2008 wird eine halbe Stelle eingerichtet und mit Jens Bellmann besetzt.

Im März 2009 entscheidet sich Alexander Rifert, seine Stelle zu kündigen. Er erhält noch eine befristete Anstellung bis August 2009.

Okt. 2009 tritt Dieter Meißner (Diakon aus Einbeck) die Nachfolge von Alexander Rifert an, kündigt allerdings schon zum Ende seiner Probezeit aus gesundheitlichen Gründen im März 2010.

Dez. 2009 lädt Superintendent Falko Schilling eine Gruppe engagierter Gemeindemitglieder und Förderer zu einer Beratung ein, die sich mit der Zukunft des TheO’doors befassen soll. Daraus erwächst die „Profilgruppe“, die sich zunächst der Erstellung eines Leitbildes widmet und der es gelingt, nach einem knappen Jahr die Stelle des Leiters/der Leiterin neu zu besetzen.

Im Okt. 2010 tritt Tina Lehmann die Stelle der Leiterin des TheO’doors an. Unter ihrer Leitung wird u.a. die Zusammenarbeit mit der Stadt und verschiedenen Kultureinrichtungen in naher und entfernter Umgebung aufgebaut und gestärkt. Es gibt nun pro Jahr jeweils mindestens einen FSJ´ler der die Verantwortlichen im TheO Vollzeit unterstützt. Das Volleyballfeld wird eigenhändig in ein Beachvolleyballfeld umgebaut und unter starker finanzieller Unterstützung von Seiten der Ulrich- und Jacobigemeinde wird die Licht- und Tonanlage im Saal komplett restauriert und in eine Dolby Surround Anlage ausgebaut. Im März 2015 löst Tina Lehmann ihre Anstellung auf und zieht nach Leipzig.

In einem fließenden Übergang übernimmt Marit Krafcick im April 2015 die Leitung des Hauses. Die jährliche Anstellung eines FSJ-lers bleibt bestehen.